Beiträge

Interview mit Katrin Hopfensitz, Ergotherapeutin in der Marianne-Strauß-Klinik am Starnberger See und Yogalehrerin von Yoga Inklusion

  1. Mai 2022

 

Wie ist Ihre Einstellung zum Yoga?

Yoga ist für mich keine angesagte Modeerscheinung oder Wellness, sondern eine spirituelle Praxis, ein Weg der Bewusstseinserweiterung, das Anstoßen von transformierenden Reinigungsprozessen, die eine Veränderung hervorrufen. Es ist aber auch eine Wissenschaft, die sich über Jahrtausende einfach bewährt hat. Ich kann mich darauf verlassen, wenn ich z.B. Brustkorbweitende Asanas (das sind die körperlichen Übungen), sog. Herzöffner einnehme, ich eine Offenheit im Herzen und im Geist spüren kann. Ein Kopfstand lässt mich nicht nur körperlich sondern auch geistig die Perspektive ändern. Es ist vorhersehbar, dass ich ruhiger werde, wenn ich eine Vorwärtsbeuge einnehme oder mich auf die verlängerte Ausatmung konzentriere. Denn diese Übungen beruhigen nachweislich den sympathischen Anteil meines Nervensystems. Hier sieht man: Yoga ist so viel mehr, als nur Asanas, wie es leider oftmals in den Medien in Erscheinung tritt.

Was macht Yoga mit dem menschlichen Geist und Körper?

Der eigentliche Sinn der Körperarbeit im Yoga, dient der Reinigung und das Stark-Machen des Körpers als Vorbereitung zur Meditation. Die alten Yogis im fernen Indien haben vor tausenden von Jahren festgestellt, dass es sich leichter in die Meditation finden lässt, wenn man sich vorher (auf der Matte) betätigt hat. Wir verbinden Atmung und Bewegung, kreieren eine Einheit, um im gegenwärtigen Moment zu sein, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen und so letztendlich einen glückseligen Zustand zu erfahren. Yoga will Verbindung schaffen. Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele, aber auch zur Natur, der Erde, zum Yogalehrer/zur Yogalehrerin, zur Gruppe in der ich übe und letztendlich Verbindung zum großen Ganzen.

Welche Vorteile hat Yoga als Konzept für Menschen mit Behinderungen?

Yoga wirkt entspannend, führt zu einer besseren, aufrechteren Körperhaltung, zu mehr Körperbewusstsein, Gelassenheit und zur Annahme des eigenen Selbst, im Sinne von „Ich nehme mich so an wie ich bin, mit all meinen Einschränkungen, denn ich bin wertvoll.“ Gemäß der Yoga-Philosophie ist die Seele unsterblich und wohnt in diesem menschlichen Körper, um etwas zu erfahren. Der Yogaübende hat die Möglichkeit, in einer Yogastunde ganz bei sich zu sein, Ruhe zu finden, den Körper zu dehnen und zu stärken. Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit körperlichen Einschränkungen sind oft stolz darauf, zu sehen was möglich ist oder die Körperteile zu spüren, die sie vorher nicht gespürt haben. Denn Yoga aktiviert die Lebensenergie (Prana), die durch die kleinen Kanäle unseres Körpers fließt. Hindernisse, viele Gedanken über Probleme und alles Drumherum werden während der Yogapraxis ausgeblendet, was sehr heilsam sein kann. Meistens fühlt man sich nach einer Yogastunde besser als vorher.

Wie unterscheidet sich Yoga von anderen Gymnastik- und Sportarten?

Im Yoga liegt der Schwerpunkt auf die Verbindung zwischen Körper – Geist – Seele. Atmung und Bewegung werden miteinander verbunden, so dass der Geist ruhiger wird. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden auch immer aufgefordert nach innen zu lauschen. Viel Wert liegt darauf zur Ruhe zu kommen, alles um sich wahrzunehmen und in den Körper einzutauchen. Es ist ein „Date mit meiner Seele“, mit meinem tiefsten Inneren. Eine Yogastunde sollte immer ganzheitlich sein und die Elemente: Pranayama (Atemtechnik), sowie Meditation nicht ausklammern. Auch ein Savasana (das ist die Endentspannung) darf niemals ausgelassen werden, worin sich auch eine Yogapraxis von herkömmlichen Fitnessangeboten unterscheidet.

Wie würden Sie die Erfahrungen beschreiben, die Sie mit Menschen mit Beeinträchtigungen gemacht haben?

Meine Erfahrungen mit Yogastunden für Menschen mit Beeinträchtigung sind durchweg positiv. Es kommt hauptsächlich darauf an wie ich Asanas adaptiere oder vereinfache. Für den Körper ist es egal ob eine Drehhaltung auf dem Boden oder im Rollstuhl ausgeführt wird, die Wirkung ist die gleiche. Auch wenn manche meiner Multiple Sklerose Patienten noch so eingeschränkt sind und kaum noch eine Bewegung der Arme und Beine möglich ist, können wir gemeinsam Yoga praktizieren in dem wir schauen welche Bewegung noch geht, z.B. die des Kopfes oder Schultergürtels und diese mit der Atmung verbinden. Hinzukommen bei Schwerstbetroffenen Pranayama und Meditation.

Bei meinen Stuhlyogastunden in einer Gruppe von bis zu 8 Patienten wird zwar die körperliche Praxis oft als anstrengend und ungewohnt wahrgenommen, aber so geht es Menschen ohne Beeinträchtigungen auch und umso leichter findet man in die Stille der Meditation und genießt die Endentspannung am Ende der Praxis noch viel mehr. Ich weise immer darauf hin auf seine Grenzen zu achten und sich zu erlauben auch mal eine Pause zu machen. Am Ende der Stunde blicke ich dann in glückliche und entspannte Gesichter und sehr oft kommt ein positives Feedback zurück, wie gut es getan hat. Wenn nach der Stunde eine ganz friedliche Stimmung im Raum herrscht, alle noch ganz leise sind, alle miteinander verbunden und das Göttliche fast schon zu greifen ist, dann merke ich, dass die Stunde gelungen war und das ist das pure Glück für mich.

Wie sieht eine Yogastunde aus?

Eine Yogastunde, sei es auf der Matte oder auf dem Stuhl, sieht für Erwachsene (bei Kindern gibt es Unterschiede) immer ähnlich aus. In manchen Yogatraditionen wird zu Beginn noch ein philosophisches Thema vorgestellt oder ein Fokus gesetzt, welche Qualität man besonders heute üben möchte (z.B. Durchhaltevermögen, liebevolle Annahme oder z.B. hauptsächlich Rückbeugen) und oft wird gemeinsam die heilige Silbe „om“ gesungen.

Wichtig ist erst mal im Raum, aber auch in seinem Körper anzukommen. Denn jeder schlüpft aus den unterschiedlichsten Situationen in die Yogastunde hinein. Dann wird es ganz still, jeder hat seinen Sitz eingenommen, die Augen sind geschlossen (wenn man das möchte) und zuerst wird der Körper nur wahrgenommen und es folgt die Konzentration auf den Atem. Ich lade die TeilnehmerInnen ein, zu spüren: wie es ihnen gerade körperlich, geistig und emotional geht und dass sie sich den Grund hervorrufen können, warum sie in die Yogagruppe gekommen sind. Im Anschluss werden die Augen wieder geöffnet und mit leichten Bewegungen, ein sog. „Warm-Up“, der Körper aufgewärmt, auch um Verletzungen vorzubeugen. Als Hauptteil werden verschiedene Asanas eingenommen mal im sog. Flow mit fließenden Bewegungen immer verbunden mit der Atmung und auch mal statisch, um in seine Kraft zu kommen. Beim Stundenaufbau (Sequenzing) achte ich immer auf eine schöne Balance aus Vorbeugen, Rückbeugen, Seitbeugen, Drehungen und Umkehrhaltungen sowie eine Pranayama Einheit. Langsam wird der Fluss der Energie wieder reduziert und schließlich findet die Endentspannung und eine Mediation im Sitzen statt.

Wie kann man Yoga für alle praktizierbar machen?

Wenn jemand von Yoga hört, dann ist sofort das Bild da: „Das sind doch die Leute, die sehr beweglich sind und irgendwelche Verrenkungen machen können“ Dadurch kommt die Angst und Abneigung, dass der eigene Körper zu solchen Leistungen gar nicht fähig ist. Muss er auch nicht! Man kann immer einen Weg finden, Asanas umzugestalten, so dass auch ungeübte Körper oder ein Körper mit Einschränkungen in den Genuss einer Yogapraxis kommen kann. Modifikation der Asanas auf den Stuhl, vereinfachte Versionen oder Zunahme von Hilfsmitteln (Blöcken, Decken, Kissen, Gurte) erleichtert die Teilnahme am Yoga. Und sogar wenn das mit den Asanas gar nicht geht, kann man Pranayama und Meditation üben, um das gleiche Ziel zu erreichen. Yoga ist vielfältig genug, um für alle praktizierbar zu machen. Einfach mal ausprobieren, einfach loslegen! Ich würde mir wünschen, dass es immer mehr inklusive Angebote für Menschen mit einer Körperbehinderung, geistigen Behinderung, Adipositas, Altersschwäche oder Sehbehinderung gibt. Nicht nur in den Kliniken oder Einrichtungen, sondern auch in den gängigen Yogastudios, einfach um Inklusion zu leben. So dass sich nach der Yogastunde die Teilnehmerin im Rollstuhl mit der Teilnehmerin aus der darauf folgenden Fortgeschrittenen Stunde bei einem Tee unterhält. Yoga sollte in dem Hinblick zugänglicher sein und wie schon zu Beginn erwähnt keine Livestyle Erscheinung für die Hippster Gesellschaft in bunten Leggins und durchtrainiertem Körper, sondern als spirituelle Praxis für alle Menschen gesehen werden.

Was braucht man, um Yoga praktizieren zu können?

„Jeder der atmet, kann Yoga praktizieren.“ Das hat Sri K. Pattabhi Jois, ein großer Lehrer aus Indien gesagt. Du brauchst einen Körper, sonst nichts 😉 Aber natürlich sind Hilfsmittel wie Stühle oder eine Matte, Kissen, eine Decke, zwei Blöcke und ein Gurt sinnvoll, um den Körper vor Verletzungen zu schützen.

 Was waren Ihre größten Herausforderungen in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen?

Wenn ich an meine PatientInnen denke, die ich in einer kleinen Gruppe auf der Yogamatte unterrichte, dann ist die größte Herausforderung für mich, dass jeder Mensch unterschiedliche Symptome mitbringt. Das heißt, nicht alle können zum Beispiel die Haltung des herabschauenden Hundes einnehmen. Dann liegt es an meiner Erfahrung, an meinem Können und meiner Kreativität, die Haltung so zu modifizieren (und das möglichst schnell, damit der Fluss der Stunde nicht gestört wird), damit alle TeilnehmerInnen eine gute Erfahrung in der Haltung machen können und keiner sich verletzt. Ich muss auch, egal ob in Stunden auf der Matte oder auf dem Stuhl ein Gespür dafür haben, wie viel Anstrengung ich meinen PatientInnen oder SeniorInnen zumuten kann und wann der Moment für ein Innehalten und Nachspüren angebracht ist.

Wie wird Yoga als Angebot von Ihren Klienten und Klientinnen angenommen?

Meine Yogagruppe in der Klinik ist immer gut besucht. Teilweise lassen Patienten andere Termine ausfallen, damit sie zur Gruppe kommen können. Und viele melden sich bei Folgeaufenthalten wieder für die Yogagruppe an, weil es ihnen so gut getan hat. Auch in der Einzeltherapie gibt es immer wieder Patienten, auch Schwerbetroffene, die sich eine Yogastunde mit mir wünschen. Der größte Teil hat vorher noch nie Yoga gemacht und nutzt die Gelegenheit es in meinen Stunden einmal auszuprobieren. Da freue ich mich sehr darüber, dass meine Teamleitung und die Therapiegesamtleitung hinter mir stehen und mich in meiner Arbeit als Yogalehrerin unterstützen. Nur so konnte ich in der Klinik Yoga für MS-PatientInnen anbieten.

Leider ist die Nachfrage für meine Onlinestunde, wo Teilnehmer und Teilnehmerinnen auch nach dem klinischen Aufenthalt, Yoga von zuhause aus mit mir üben können, noch nicht so groß. Ich denke da gibt es noch viel Scheu vor dem Onlinesetting vor dem Computer und der damit verbunden Technik oder die Termine passen einfach nicht. Meine Seniorengruppe allerdings vor Ort wird von einer eingefleischten Gruppe von 5 Frauen besucht, die ich schon über ein halbes Jahr unterrichten darf. Hinzu kommen neuerdings Kinderyogastunden, denn es ist nur sinnvoll Yoga schon im Kindergartenalter zu beginnen, damit sie zu friedlichen, achtsamen, naturverbundenen Menschen heranwachsen, die unser Planet so dringend braucht. Würden alle Menschen Yoga machen, wäre diese Welt ein anderer Ort.

 

Mehr Infos zu meiner Arbeit findet ihr auf www.yogainklusion.com

Alles rund uns Rollstuhltraining

Wie komme ich mit meinem Rollstuhl über Gras, Kopfsteinpflaster oder wie komme ich damit die Bordsteine hoch. Dafür gibt es sogenanntes Rollstuhltraining. Dieses Training ist ein wichtiger Teil in der Rehabilitationsphase, um mehr Selbstständigkeit zu erlangen.

Aber was beinhaltet dieses Rollstuhltraining eigentlich.

 

Theoretisches Wissen rund um den Rollstuhl

Umsetzen vom Rollstuhl aufs Bett, Couch usw.

Individuelle und kraftsparende Fahrtechniken

Verbessern der Alltagsmobilität

Kippen, Drehen und Fahren auf den Hinterrädern

Fahren auf unterschiedlichen Untergründen Gras, Strand, Kies und Kopfsteinpflaster

Überwinden von Bordsteinen, oder Höhenunterschiede

Falltechniken

Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln

Befahren von Treppen

 

Jeder muss individuell entscheiden, ob er an einem Rollstuhltraining teilnimmt. Voraussetzung ist das Krankheitsbild.

Die Gebühr dieser Kurse wird in der Regel von den großen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Einige Anbieter sind

https://www.rollitraining.de/Home/

https://www.manfred-sauer-stiftung.de/stiftung/rollstuhltraining/

https://drs.org/tag/rollstuhltraining/

Hallo zusammen
Mein Name ist Nadine, ich bin 26 und habe das Profil @stoeckchen_mit_lhon. Seit ca. 10 Jahren habe ich eine Behinderung. Dort poste ich ganz unterschiedliche Dinge. Von Hobbys bis postings zu meiner Behinderung und den Gefühlen und Situationen, die ich im Alltag habe. Dabei sind dies oftmals Texte mit viel Emotionen und/oder Informationen m, Texte über Hilfsmittel oder einfach ein paar Anekdoten. Das Thema Barrierefreiheit und inklusion liegt mit daher sehr am Herzen und ich versuche aus meiner persönliche Sicht heraus aufzuklären. Aber auch Vorurteile und Stigmata thematisiere ich sehr häufig.

Vielleicht hat ja jemand Interesse und will sich bewerben beim MitMenschPreis 2022.

Dieser Preis wird vom Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) dieses Jahr zum 6 mal vergeben.

Die Projekte und Initiativen, die sich um den 6. mitMenschPreis bewerben, sollen die Bedeutung der Mitbestimmung von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung verdeutlichen und fördern, ob mit oder ohne Bezug zur Corona-Pandemie.

Die Bewerbung erfolgt per Online-Formular auf der Webseite des mitMenschPreis Bewerbungsschluss ist der 15. März 2022 (Ausschlussfrist). Das Preisgeld beträgt 10 000€.

Teilnahmebedingungen und Voraussetzungen findet Ihr unter Bundesverband evangelische Behindertenhilfe oder mitMenschPreis.

Ein inklusiver Spielplatz schafft Lebensqualität für Familien und ermöglicht ein soziales Miteinander. Dieser Treffpunkte bieten eine wichtige Begegnungs- und Austauschplattform für Familien. Hier besteht die Möglichkeit, dass sich behinderte und nicht behinderte Kinder spielend kennenlernen und schon früh lernen, selbstverständlich miteinander umzugehen.

Leider gibt es in Deutschland noch viel zu wenig öffentliche inklusive Spielplätze. Meistens hapert es an finanzielle Mittel der Gemeinden und Städte.

Dabei ist es wichtig Inklusion von klein an zu fördern und umzusetzen. Barrierefreie Spielplätze bieten die beste Voraussetzung, um Vorurteile abzubauen. Den wo Inklusion früh gelernt und gelebt wird entstehen Barrieren erst gar nicht.

In Deutschland gibt es ca. 1800 inklusive Spielplätze.

 

 

 

Barrierefreiheit geht uns alle an.

Deswegen designe ich Mode und Alltagshilfen, die Blinden und Menschen mit starker Sehbeeinträchtigung den Umgang mit Kleidung erleichtern. Und da mein Fokus auf Inklusion liegt, haben alle etwas davon.

Du suchst eine Speakerin für deine Veranstaltung, hast Interesse an einem Workshop oder möchtest dich gerne beraten lassen? Dann freue ich mich auf deine Nachricht.

Und so bin ich auf dieses Thema aufmerksam geworden…

Während meines Studiums habe ich nebenher Sophie betreut. Sie hat Kinderdemenz und ist deshalb erblindet. In dieser Zeit habe ich beobachtet, dass sie häufig Schwierigkeiten beim Anziehen hatte. Da habe ich mich gefragt: Was kann ich als Designerin verbessern, um ihr mehr Eigenständigkeit zu ermöglichen?

Genau diese Frage machte ich zum Thema meiner Arbeit. Zusammen mit Blinden und Menschen mit starker Seheinschränkung entwickle ich verschiedene Designlösungen, um den den Umgang mit Mode zu erleichtern. Gleichzeitig sind die Ergebnisse aber auch für Sehende interessant. Dazu zählt beispielsweise wendbare Bekleidung, bei der ein „Vorne“ oder ein „Hinten“ keine Rolle spielt.

Die Auszeichnung meiner Arbeit mit drei verschiedenen Designpreisen beweist, dass wir damit einen Nerv getroffen haben.

Was will ich erreichen?

Ich möchte mit meinem Design in Systeme eingreifen und sie verändern, Menschen für das Thema Inklusion sensibilisieren und zum Umdenken motivieren. Es macht mir großen Spaß, mich mit meiner Zielgruppe auseinanderzusetzen, Probleme zu erkennen und zu erforschen. Als Designerin sehe ich mich in der Verantwortung, das Leben von Menschen zu verbessern und ihnen Werkzeuge und Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, mit denen sie an der Gesellschaft teilhaben können. Das Wichtigste für mich ist es, Dinge zusammen mit meiner Zielgruppe zu entwerfen. Diese Menschen sind es, die ich mit meinen Lösungen überzeugen möchte.

Interessante Videos findet ihr hier

Ich bin Mechthild von @inklusiveachtsamkeit

Seit meiner Geburt habe ich eine Körperbehinderung. Ich kann laufen, nutze aber für Strecken außerhalb meiner Wohnung einen Rollstuhl. Vor allem in meiner Jugend und während meines Psychologiestudiums ist es mir dadurch schwergefallen, mich so zu akzeptieren wie ich bin.

Mit Anfang 20 habe ich angefangen regelmäßig zu meditieren & Yoga zu machen. Mit der Zeit habe ich gemerkt wie viel sich durch diese Praxis bei mir verändert hat. Ich fühlte mich entspannter und konnte mich & meine eigene Situation besser akzeptieren. Auch meine körperlichen Schmerzen konnte ich besser annehmen und trotzdem noch wahrnehmen, was sonst noch alles schön ist in meinem Leben.

Nach einigen anderen beruflichen Stationen im Marketing und als Inklusionsbeauftrage beim Sommerblut Festival, habe ich eine Weiterbildung zur MBSR-Trainerin gemacht. MBSR steht für Mindfulness-Based Stress Reduction. Dies ist ein 8-wöchiges Programm in dem wir in einer Gruppe üben achtsamer im Alltag zu sein und besser mit Stress umzugehen. Dies machen wir mit Meditation, Übungen für den Alltag und Wissensvermittlung zu den Themen Stress, Wahrnehmung und mehr. Die positiven Effekte von MBSR und Achtsamkeit wurden in den letzten Jahren in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen

Während meiner Ausbildung und im Austausch mit anderen Menschen mit Behinderung ist mir klar geworden, dass Räume in denen Achtsamkeit und Yoga unterrichtet wird oft nicht zugänglich für uns sind. Um dies zu ändern habe ich @inklusiveachtsamkeit gegründet, um Achtsamkeit für Alle zugänglich zu machen. Achtsamkeit ist für jede*n Menschen möglich, da es erstmal bedeutet wahrzunehmen, was gerade da ist, ohne darüber zu urteilen.

Auch ist Achtsamkeit wichtig für eine inklusive Gesellschaft, da wir mit der Achtsamkeit unsere eigenen Bedürfnisse besser wahrnehmen können und uns in unseren Unterschieden besser annehmen können.

Die 8-wöchigen MBSR-Kurse biete ich momentan online über Zoom an. Auch biete ich andere Angebote für mehr Achtsamkeit & Inklusion an.

Folgt mir gerne auf @inklusiveachtsamkeit für mehr Informationen über Achtsamkeit und Inklusion.

Meine Onlinekurse könnt ihr auf meiner Homepage https://www.inklusiveachtsamkeit.de/alle-links/ buchen.

Ich bin Pascal

Meine Geschichte beginnt mit meiner Geburt. Ich bin 10 Wochen zu früh geboren, Sauerstoffmangel und Gehirnblutung waren die Folge. Aufgrund dessen habe ich eine Behinderung namens Infantile Cerebralparese und sitze im Rollstuhl.

Inklusion wird gelebt

Trotz der Einschränkung “stehe” ich quasi mitten im Leben. Ich arbeite in einer Kreisverwaltung und bin nebenberuflich als Webdesigner selbstständig.

Ansonsten bin ich gern auf Konzerte und Veranstaltungen unterwegs. Ich denke, dass ich ein gutes Beispiel dafür bin, dass “Inklusion” nicht nur ein Wort ist, sondern auch gelebt wird. Gern können sich die Leute bei mir melden, wenn sie Fragen haben oder sich einfach austauschen wollen. 🙂

Wer so eine tolle Webseite haben möchte, wie diese meldet sich bei pascal-Kaufhold.de.

Hallo, ich bin Luk und 16 Jahre alt, ich leite die Seite @all_inklusiv
Ich war früher in einer kooperativen Schulform in einem Gymnasium.

Anfang dieses Schuljahres musste ich auf meine Stammschule ( SBBZ) Sonderpädagogisches Bildungs-und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung Wechseln, da sich die “anderen” immer konkreter auf das Abi vorbereiten.

Am Anfang sah ich den Wechsel sehr skeptisch, mittlerweile finde ich das ganze nicht mehr so schlimm.
Paar Monaten bevor der Wechsel zu Stande kam, kam ich auf den Gedanken diese Seite zu gründen, da ich mich nach dem Wechsel weiter mit dem Thema Inklusion befassen wollte.

Später will in in die Richtung Kindergarten oder Medien Arbeit gehen.
Luk von @all_inklusiv

Weitere Inklusions Partnerseiten hier.

Hoi zäme! Wir sind Fabienne, 28 und Jeannine, 33 und auf unserem Account @happy_not_down teilen wir mit euch Erlebnisse aus unserem Geschwisteralltag.

Fabienne ist die Zuverlässige von uns beiden. Sie vergisst nie einen Geburtstag und ist immer pünktlich. Ich bin eher etwas chaotisch und deshalb sehr dankbar für Fabiennes Zuverlässigkeit. Wir lachen gerne zusammen, verbringen viel Zeit mit Familie und Freunden und finden immer einen Grund zum Feiern.

Inklusion fängt für mich in der Familie an. Unsere Eltern haben Fabienne genau gleich erzogen, wie unseren Bruder und mich. Für sie standen immer Fabiennes Fähigkeiten im Zentrum und nicht ihre Schwächen. Fabienne war überall dabei. Bei jeder Wanderung und jedem Urlaub. Sie fuhr schon früh alleine mit dem Rad zur Schule, war mit ihrer Cousine im Fussballclub und besuchte die Regelschule. Unsere Eltern haben Inkusion nie als Idee betrachtet, sondern als ein Recht und dieses konsequent eingefordert. Und ich glaube darin liegt der Schlüssel zu einer gelingenden Gemeinschaft ❤️.

Portfolio Einträge