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Hallo wir sind Mara und Kevin, wir sind 29 Jahre alt und leben in Wien.

Mara kam mit Mukoviszidose auf die Welt. Sie würde ihren Zustand eigentlich
als stabil und normal beschreiben. Doch in der Pubertät änderte sich das.
Die Spitalsaufenthalte, notwendige Therapien, Medikamente etc. wurden mehr.
Sie merkte, dass ihre Luft und Lebensqualität immer weniger wurde, auch die
Lungenfunktion wuurde immer schlechter. Allerdings
wurden ihre Hustenattacken, Erstickungsanfälle und Lungenblutungen mehr.
Als sie 20 Jahre war
wurde das Thema Lungentransplantation aktuell. Mara machte alle notwenigen
Untersuchungen, versuchte sich so fit wie möglich zu halten, musste 3mal
pro Woche zur Physiotherapie und hatte am Ende Sauerstoff. Am 17.12.13 kam nach
19 Monaten Warten der ersehnte Anruf, dass eine passende Lunge für sie da ist.
Kevin war bis er 19 Jahre war kerngesund. Plötzlich lies seine Ausdauer binnen vier
Wochen um 80 % nach. Als er zum Arzt ging teilte er ihm mit, dass er eine Grippe
verschleppt habe. Es folgten unzählige Krankenhausaufenthalte, bis er schließlich
mitgeteilt bekam, dass er ein neues Herz benötigt. Von nun an ging es steil bergab.
Im November 2010 wurde er notoperiert, da er sonst gestorben wäre und bekam ein Kunstherz
mit dem er von nun an sechs Jahre leben musste. Als diese „Pumpe“ Anfang 2016
verstopfte wurde es sehr kritisch um ihn. Er lag erneut im Sterben und bekam im
allerletzten Moment am 30.4.2016 ein passendes Spenderherz implantiert.
Mara sah ein Video von Kevin über die Aufklärung von Organspende und schrieb ihn an.
Typisch Kevin antwortete er auch, allerdings erst drei Jahre später. Wir trafen uns
ziemlich schnell und genauso schnell hat es gefunkt. Mittlerweile ist Kevin von
Leipzip zu Mara nach Wien gezogen und erleben die schönsten Momente von nun an

gemeinsam.

Ich bin Anika und bin  Zwillingsmama von Frühchen. Die beiden kamen in der 29SSW mit KS. Nach nur sechs! Wochen durfte ich beide mit 1800g mit nach Hause nehmen, ohne jegliches Monitoring. Ich bemerkte schnell das die beiden geregelte Abläufe bevorzugen. Das äußerte sich in unstillbares schreien. Obwohl jegliches scheinbares Bedürfnis gestillt oder befriedigt war. Ich rede jetzt nicht von satt und sauber. Nein kuscheln, nähe etc. Tragen doof, kuscheln doof… nur im Kinderwagen war die Welt – ruhig. Wenn ich durch die Stadt mit dem Wagen zuckelte sah ich mit Neid auf die anderen Mamas die sichtlich entspannt mit ihren Nachwuchs im Café saßen. Mit meinen beiden undenkbar. Mehr als ein Termin oder was unplanmäßiges warf uns Meilen zurück. Es dauerte bis zu 14 Tage bis alles wieder mehr oder weniger normal lief.  Am Anfang wurde ich damit abgefertigt das sind 3-monatskoliken oder wenn du entspannt bist sind es auch die Kinder. Ein Schlag mitten ins Gesicht und in das ohnehin schon zweifelnde Mutterhirn. Ich sah mich ab und an in sozialen Netzwerken um und ich las hier das es einigen anderen auch so wie uns geht. Da bin ich das erste Mal auf Regulationsstörung, Highneed oder hochsensibel gestoßen. Es passte einiges aber halt nicht alles. Aber es half mir mit der gesamten Situation besser umzugehen. Wir fanden unseren Rhythmus. Es ist jetzt mit fünf Lebensjahren vieles anders und auch besser.

Ich bekam zu meinem 40. Geburtstag die Diagnose Hirntumor. Operation und 6 Monate Reha folgten. Dort habe ich meinen neuen Partner kennengelernt . Mit multipler Sklerose und Herzinfarkt. Mittlerweile bin ich seit vier Jahren tumorfrei , habe einen gesunden Sohn bekommen.
Wir sind beide schwerbehindert aber leben trotz unserer Defizite als kleine glückliche Familie und gehen unseren Weg. Alles Dir machbar. Irgendwie.
Mein Name ist Sandra. Ich bekam die Diagnose Brustkrebs Ende 2016, 4 Wochen nach der Geburt von Junior. Es folgten viele Therapien und eine Mastektomie, da ich BRCA 2 Genträgerin bin.
Heute, ziemlich genau 4 Jahre nach meiner Diagnose bin ich glücklicher als je zuvor. Das besondere Highlight meines Lebens ist meine aktuelle Schwangerschaft nach dem Brustkrebs.
Meine ganze Geschichte erzählen ich auf krebsfroh.de.