Kinderarmut in Deutschland. Ein ungelöstes strukturelles Problem, das das Leben von Kindern und Jugendlichen stark beeinflusst. Mehr als jedes fünfte Kind und jede:r vierte junge Erwachsene gelten hierzulande als armutsgefährdet. Die aktuellen Daten zeigen, dass sich die Lage nicht verbessert hat. Um diesem Problem endlich entgegenzuwirken, sollte die Bundesregierung die angekündigte Kindergrundsicherung schnell und entschlossen auf den Weg bringen. Diese Maßnahme könnte einen wichtigen Beitrag leisten, um die Situation zu verbessern und jungen Menschen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Die Armutsgefährdung von Kindern und Jugendlichen ist ein ernstes Anliegen, das unsere Gesellschaft gemeinsam angehen muss. Die derzeitige Krise und steigende Preise verschärfen das Problem zusätzlich. Daher ist es dringend notwendig, dass die Politik handelt und nachhaltige Lösungen findet, um die Lebensbedingungen der jungen Generation zu verbessern.  Kinderarmut ist seit Jahren ein ungelöstes strukturelles Problem in Deutschland.

Kinderarmut in Deutschland ist ein komplexes Problem, das verschiedene Facetten hat. Hier sind einige unterschiedliche Formen von Kinderarmut:

  1. Materielle Armut: Dies ist die offensichtlichste Form. Kinder und Jugendliche leben in Haushalten, die nicht genug finanzielle Mittel haben, um ihre grundlegenden Bedürfnisse zu erfüllen. Dazu gehören Nahrung, Kleidung, Bildung und Gesundheitsversorgung.
  1. Emotionale Armut: Diese Form der Armut bezieht sich auf den Mangel an emotionaler Unterstützung und Liebe im Elternhaus. Vernachlässigung, fehlende Zuneigung und mangelnde Fürsorge können das Wohlbefinden von Kindern stark beeinträchtigen.
  1. Bildungsarmut: Kinder, die in armen Verhältnissen aufwachsen, haben oft weniger Zugang zu Bildungsmöglichkeiten. Dies kann ihre Zukunftschancen erheblich beeinträchtigen.
  1. Gesundheitsarmut: Arme Kinder haben oft schlechteren Zugang zu medizinischer Versorgung, gesunder Ernährung und einem sicheren Zuhause. Dies kann zu gesundheitlichen Problemen führen.
  2. Soziale Armut: Arme Kinder können sich aufgrund begrenzter finanzieller Mittel oft nicht an sozialen Aktivitäten beteiligen. Dies kann zu sozialer Isolation führen.

Kinderarmut in Deutschland hat vielfältige Ursachen, die sich in den jeweiligen Familien finden lassen. Hier sind einige wichtige Faktoren:

  1. Alleinerziehende: Alleinerziehende Eltern sind besonders gefährdet, da sie oft allein für das Einkommen und die Betreuung der Kinder verantwortlich sind. Die finanzielle Belastung kann hoch sein.
  1. Familien mit mehreren Kindern: Je mehr Kinder eine Familie hat, desto größer ist das Armutsrisiko. Die Kosten für Lebensmittel, Kleidung, Bildung und Freizeitaktivitäten summieren sich.
  1. Erwerbslosigkeit: Arbeitslosigkeit ist ein Hauptgrund für Kinderarmut. Wenn Eltern keine Arbeit finden oder ihren Job verlieren, kann dies zu finanziellen Schwierigkeiten führen.
  1. Niedriges Qualifikationsniveau: Eltern mit geringer Bildung haben oft weniger berufliche Möglichkeiten und verdienen weniger. Dies wirkt sich auf das Familieneinkommen aus.
  1. Sozialversicherungssystem: Das aktuelle Sozialversicherungssystem kann Eltern benachteiligen. Sie zahlen Sozialversicherungsbeiträge und leisten einen generativen Beitrag, indem sie Kinder erziehen. Diese Doppelbelastung trägt zur Kinderarmut bei.
  1. Flüchtlinge: Die Zahl der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge spielt ebenfalls eine Rolle. Viele von ihnen leben in prekären Verhältnissen und sind armutsgefährdet.

Es ist wichtig, dass die Politik Maßnahmen ergreift, um Kinderarmut zu bekämpfen und Familien zu unterstützen.

Selbst wenn die finanziellen Mittel begrenzt sind, gibt es dennoch Möglichkeiten, Kinder in Armut zu unterstützen. Hier sind fünf Tipps:

  1. Bildungsförderung: Engagieren Sie sich in lokalen Bildungsinitiativen. Spenden Sie Schulmaterialien, Bücher oder bieten Sie Nachhilfe für Kinder an, die Unterstützung benötigen.
  1. Kostenlose Freizeitaktivitäten: Organisieren Sie kostenlose oder kostengünstige Freizeitaktivitäten für Kinder. Gemeinsame Ausflüge, Sportveranstaltungen oder kulturelle Aktivitäten können ihre Lebensqualität verbessern.
  1. Kleidung und Nahrung: Spenden Sie gut erhaltene Kleidung und haltbare Lebensmittel an lokale Hilfsorganisationen. Diese können sie an bedürftige Familien weitergeben.
  1. Soziale Integration: Kinder in Armut fühlen sich oft ausgeschlossen. Bieten Sie ihnen die Möglichkeit, an sozialen Aktivitäten teilzunehmen, um ihre soziale Integration zu fördern.
  1. Sensibilisierung: Informieren Sie sich über das Thema Kinderarmut und teilen Sie Ihr Wissen mit anderen. Sensibilisierung kann dazu beitragen, das Bewusstsein für dieses Problem zu schärfen und mehr Menschen zur Unterstützung zu motivieren. Kinderarmut ist seit Jahren ein ungelöstes strukturelles Problem in Deutschland.
Schulterschmerzen: Vorbeugung und Empfehlung eines Schulterschmerzen-Kurses

Schulterschmerzen sind ein häufiges Problem, das Menschen jeden Alters beeinträchtigen kann. Obwohl Schmerzen in der Schulter vielfältige Ursachen haben können, von Verletzungen bis hin zu schlechter Haltung, gibt es Maßnahmen, die man ergreifen kann, um Schulterschmerzen vorzubeugen und zu lindern. Ein effektiver Weg, dies zu erreichen, ist die Teilnahme an einem strukturierten Schulterschmerzen-Kurs, der individuell angepasste Übungen und Anleitungen bietet.

 Ursachen von Schulterschmerzen:

Schulterschmerzen können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter:

1. **Verletzungen**: Akute Verletzungen wie Zerrungen, Verstauchungen oder Bänderrisse können zu Schmerzen führen.
2. **Überlastung**: Wiederholte Bewegungen oder übermäßige Belastungen der Schulter können zu Entzündungen und Schmerzen führen.
3. **Schlechte Haltung**: Eine schlechte Körperhaltung, insbesondere beim Sitzen oder Arbeiten am Computer, kann zu Verspannungen und Schmerzen in der Schulter führen.
4. **Alter und Abnutzung**: Mit zunehmendem Alter können degenerative Veränderungen in den Gelenken auftreten, die zu Schmerzen führen können.
5. **Medizinische Bedingungen**: Krankheiten wie Arthritis oder Bursitis können ebenfalls Schulterschmerzen verursachen.

Vorbeugende Maßnahmen:

Um Schulterschmerzen vorzubeugen, können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

1. **Richtige Haltung**: Achten Sie darauf, eine ergonomische Haltung einzunehmen, besonders wenn Sie längere Zeit sitzen oder arbeiten.
2. **Regelmäßige Bewegung**: Durch regelmäßige Bewegung und gezielte Übungen können Sie die Muskeln stärken und die Flexibilität Ihrer Schultern verbessern.
3. **Aufwärmen vor körperlicher Aktivität**: Bevor Sie mit intensiver körperlicher Aktivität beginnen, sollten Sie sich aufwärmen, um Verletzungen zu vermeiden.
4. **Gewichtskontrolle**: Ein gesundes Körpergewicht zu halten, kann die Belastung der Schultern verringern.
5. **Stressmanagement**: Stress kann zu Verspannungen im Körper führen, daher ist es wichtig, Stress abzubauen und Entspannungstechniken zu praktizieren.

Die Bedeutung eines Schulterschmerzen-Kurses:

Ein Schulterschmerzen-Kurs bietet eine strukturierte und professionelle Anleitung zur Vorbeugung und Linderung von Schulterschmerzen. Diese Kurse werden von qualifizierten Physiotherapeuten oder Fitness-Experten geleitet und umfassen in der Regel:

1. **Individuelle Beratung**: Jeder Teilnehmer wird individuell beraten, um die Ursachen seiner Schulterschmerzen zu verstehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
2. **Gezielte Übungen**: Der Kurs bietet speziell entwickelte Übungen, die darauf abzielen, die Muskeln um die Schulter zu stärken, die Flexibilität zu verbessern und die Bewegungsfreiheit zu erhöhen.
3. **Haltungskorrektur**: Durch Anleitung zur richtigen Körperhaltung können Teilnehmer lernen, wie sie ihre Schultern entlasten und Verspannungen vorbeugen können.
4. **Progressive Belastung**: Die Übungen werden schrittweise angepasst und intensiviert, um eine kontinuierliche Verbesserung zu gewährleisten.
5. **Unterstützung und Motivation**: Teilnehmer erhalten Unterstützung und Motivation von anderen Kursteilnehmern sowie vom Kursleiter, um ihre Ziele zu erreichen.

Empfehlung eines Schulterschmerzen-Kurses:

Ein herausragender Schulterschmerzen-Kurs, den wir empfehlen können, ist der “SchulterFit” Kurs, der von erfahrenen Physiotherapeuten geleitet wird. Dieser Kurs bietet eine ganzheitliche Herangehensweise an die Vorbeugung und Behandlung von Schulterschmerzen und umfasst:

– Individuelle Assessments und Beratungssitzungen
– Gezielte Übungen zur Stärkung der Schultermuskulatur
– Techniken zur Verbesserung der Beweglichkeit und Flexibilität
– Anleitung zur Haltungskorrektur und Ergonomie
– Kontinuierliche Unterstützung und Motivation während des gesamten Kurses

Für weitere Informationen und zur Anmeldung zum “SchulterFit” Kurs besuchen Sie bitte unsere Webseite oder kontaktieren Sie uns direkt.

Insgesamt ist die Teilnahme an einem Schulterschmerzen-Kurs eine effektive Möglichkeit, Schmerzen vorzubeugen, die Schultergesundheit zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Durch gezielte Übungen, individuelle Beratung und professionelle Anleitung können Sie aktiv etwas gegen Schulterschmerzen unternehmen und langfristig von einem schmerzfreien Leben profitieren.

 

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Dänemark ist ein wunderbares Reiseziel für Menschen mit Handicap. Das Land hat sich intensiv um die Integration und Gleichstellung behinderter Mitbürger bemüht. Von rollstuhlgerechten Unterkünften bis zu barrierefreien Strandzugängen – hier sind einige Tipps für einen unvergesslichen Urlaub in Dänemark.

Anreise nach Dänemark
  1. Mit dem eigenen rollstuhlgerechten Auto

Wenn Sie mit dem eigenen Auto anreisen möchten, bietet Dänemark gute Möglichkeiten. Die meisten Straßen sind gut ausgebaut und rollstuhlgerecht. Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrzeug den Anforderungen entspricht und über ausreichend Platz für Rollstuhl und Gepäck verfügt.

  1. Rollibus Unternehmer oder per Eisenbahn

Alternativ können Sie auch den Rollibus Unternehmer nutzen oder mit der Eisenbahn reisen. Beide Optionen bieten barrierefreie Zugänge und sind eine komfortable Möglichkeit, Dänemark zu erkunden.

Behindertengerechte Unterkünfte

Fast alle Ferienhäuser in Dänemark sind ebenerdig gebaut, was den Zugang für Rollstuhlfahrer erleichtert. Hier sind einige Merkmale, die Sie in den meisten Ferienhäusern finden:

– **Duschnische anstelle von Duschkabine**: Dies ermöglicht einen bequemen Zugang zur Dusche.

– **Keine Stufen innerhalb des Hauses**: Die meisten Häuser sind stufenfrei gestaltet.

– **Boxspringmatratzen ohne erhöhten Bettrahmen**: Für einen angenehmen Schlafkomfort.

Einige große dänische Ferienhäuser bieten sogar rollstuhlgerechte Ausstattung ohne offizielle Zertifizierung. Wohngruppen finden hier ideale Bedingungen vor.

Barrierefreie Strandzugänge

Dänemarks Strände sind atemberaubend schön, und niemand sollte auf den Blick aufs Wasser verzichten müssen. Hier sind einige barrierefreie und stufenlose Strandzugänge:

– **Nordsee**: Hvide Sand, Blåvand, Hvidbjerg Strand, Henne Strand, Søndervig, Løkken, Thorsminde.

– **Ostsee**: Sæby, Marielyst, Skovmose, Købingsmark.

Der Anbieter **Langhøj** hat auf einer Infoseite rollstuhlgerechte Strände zusammengefasst.

 

Ausflugsziele in Dänemark
  1. Kopenhagen

Die dänische Hauptstadt Kopenhagen bietet zahlreiche barrierefreie Attraktionen wie den Tivoli-Vergnügungspark, das Nationalmuseum und das Schloss Rosenborg. Die meisten öffentlichen Verkehrsmittel sind ebenfalls rollstuhlgerecht.

  1. Legoland Billund

Das berühmte Legoland in Billund ist ein Paradies für Familien. Es gibt spezielle Angebote für Menschen mit Handicap, darunter barrierefreie Fahrgeschäfte und Zugänge.

  1. Aarhus

Aarhus, die zweitgrößte Stadt Dänemarks, bietet eine Vielzahl von Museen, Parks und historischen Stätten. Viele davon sind rollstuhlgerecht.

Fazit

Dänemark ist ein vorbildliches Reiseziel für Menschen mit Handicap. Die Bemühungen zur Schaffung barrierefreier Infrastruktur machen das Land zu einem Ort, an dem jeder einen unbeschwerten Urlaub genießen kann. Packen Sie Ihren Koffer und entdecken Sie die Schönheit Dänemarks – es lohnt sich! 🌟

 

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Rheinland Pfalz ist ein Bundesland im Südwesten Deutschlands, das für seine schöne Natur, seine reiche Kultur und seinen ausgezeichneten Wein bekannt ist. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder anderen Behinderungen bietet Rheinland Pfalz viele Möglichkeiten, die Schönheit des Landes zu genießen. Es gibt zwei Nationalparks in Rheinland Pfalz, die beide barrierefreie Angebote haben: den Nationalpark Hunsrück-Hochwald und den Nationalpark Eifel.

Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist der jüngste Nationalpark Deutschlands, der im Jahr 2015 eröffnet wurde. Er erstreckt sich über die Mittelgebirgslandschaft des Hunsrücks und des Hochwalds und beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna, darunter Wildkatzen, Schwarzstörche und seltene Orchideen. Der Nationalpark bietet mehrere barrierefreie Wanderwege, die für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen oder Menschen mit Gehhilfen geeignet sind. Die Wege sind gut ausgeschildert, haben eine geringe Steigung und verfügen über Ruhebänke und barrierefreie Toiletten. Außerdem gibt es barrierefreie Erlebnisstationen, die die Sinne anregen und Wissenswertes über den Nationalpark vermitteln. Ein Beispiel ist der barrierefreie Rundweg am Wildenburg-Steig, der 2,5 km lang ist und an einem Wildfreigehege, einem Waldspielplatz und einem Aussichtsturm vorbeiführt.

Der Nationalpark Eifel ist der älteste Nationalpark in Rheinland Pfalz, der im Jahr 2004 gegründet wurde. Er umfasst die nördliche Eifel, die durch vulkanische Aktivität geprägt ist. Zu den Attraktionen des Nationalparks gehören die Maare, die kreisförmigen Seen, die durch Explosionen entstanden sind, die Burgen und Klöster, die Zeugnisse der Geschichte sind, und die Buchenwälder, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Der Nationalpark bietet ebenfalls mehrere barrierefreie Wanderwege, die unterschiedliche Längen und Schwierigkeitsgrade haben. Die Wege sind asphaltiert, geschottert oder mit Holzbohlen befestigt und haben keine Treppen oder Stufen. Zudem gibt es barrierefreie Aussichtspunkte, Informationstafeln und Rastplätze. Ein Beispiel ist der barrierefreie Rundweg am Wilder Kermeter, der 3 km lang ist und einen Panoramablick über den Rursee bietet.

Für nähere Informationen wendet euch an https://www.rlp-tourismus.com/de/

Laut dem **dritten Teilhabebericht der Bundesregierung** sind nur **2%** aller Wohnungen und Einfamilienhäuser in Deutschland annähernd barrierefrei. Bei Wohnungen, die nach 2011 erbaut wurden, erhöht sich der Anteil zwar deutlich, dennoch hat man bei den Neubauten der letzten drei Jahre nur bei jedem Fünften weitgehend auf Barrieren verzichtet². Dies ist ein großes Problem für Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und Familien mit Kindern, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind.

Die mangelnde Barrierefreiheit in Wohnungen führt zu vielen Schwierigkeiten im Alltag. Menschen mit Behinderungen haben Schwierigkeiten, ihre Wohnungen zu betreten und zu verlassen, und sie können sich in ihren eigenen Häusern nicht frei bewegen. Dies kann zu sozialer Isolation und Einsamkeit führen. Ältere Menschen haben Schwierigkeiten, Treppen zu steigen und können sich leicht verletzen, wenn sie stolpern oder fallen. Familien mit Kindern haben Schwierigkeiten, Kinderwagen und Einkaufstaschen in ihre Wohnungen zu bringen.

Es gibt viele Gründe, warum es in Deutschland immer noch so wenige barrierefreie Wohnungen gibt. Einer der Gründe ist, dass es für Bauherren und Vermieter oft teurer ist, barrierefreie Wohnungen zu bauen oder zu renovieren. Ein weiterer Grund ist, dass es oft schwierig ist, die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen zu berücksichtigen, wenn man eine Wohnung baut oder renoviert. Es gibt jedoch auch viele Vorteile, barrierefreie Wohnungen zu bauen oder zu renovieren. Barrierefreie Wohnungen sind nicht nur für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen von Vorteil, sondern auch für Familien mit Kindern und Menschen, die vorübergehend auf Gehhilfen oder Rollstühle angewiesen sind.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie die Regierung und die Bauindustrie die Anzahl der barrierefreien Wohnungen in Deutschland erhöhen können. Eine Möglichkeit ist, Anreize für Bauherren und Vermieter zu schaffen, barrierefreie Wohnungen zu bauen oder zu renovieren. Eine andere Möglichkeit ist, die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen stärker zu berücksichtigen, wenn man Wohnungen baut oder renoviert. Es gibt auch viele Organisationen und gemeinnützige Gruppen, die sich für die Schaffung von barrierefreien Wohnungen einsetzen und Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen helfen, geeignete Wohnungen zu finden.

Insgesamt ist die Schaffung von barrierefreien Wohnungen in Deutschland ein wichtiges Thema, das mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung verdient. Es gibt viele Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, und es ist an der Zeit, dass die Regierung und die Bauindustrie Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass jeder Mensch in Deutschland eine geeignete und barrierefreie Wohnung hat.

Ein Notfall- oder Notfunkgerät macht Sie auch ohne Mobiltelefon auf eine möglicherweise gefährliche Situation aufmerksam und das Solarradio kann auch ohne Strom aufgeladen werden. Einige Modelle verfügen über Taschenlampe, Powerbank und SOS-Signal mit Sirene und Lichtsignal. Die wichtigste Funktion ist jedoch die DAB/DAB-Funktion! Für Menschen, die in katastrophengefährdeten Gebieten leben, kann der Erhalt rechtzeitiger Warnungen den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Hierzu dient die Weckfunktion des DAB/DAB-Radios. Wenn diese Funktion aktiviert ist, überprüft das Radio den Alarm regelmäßig, auch wenn ihn niemand verwendet. Das bedeutet, dass mit DAB/DAB Menschen im betroffenen Gebiet sofort zur Evakuierung gerufen werden können, auch wenn sie gerade kein Radio hören oder schlafen.

Die meisten Geräte werden mit Batterien betrieben. Kurbelradios verfügen über eine Kurbel, mit der Strom erzeugt werden kann. Sie sind mit einem speziellen Empfänger ausgestattet, der Alarmsignale auf einem bestimmten Funkkanal empfängt. Im Falle einer Naturkatastrophe oder einer anderen Bedrohung erhalten Sie sofort Updates.

Im Notfall Radio hören – wann Sie ein Notfallradio brauchen?

Es gibt viele Situationen, in denen die Öffentlichkeit einen Notfunksender benötigen könnte. Diese beinhalten:

Naturkatastrophen: Dann wird das Radio als Quelle für die Notfallvorsorge benötigt, damit Sie alle wichtigen Nachrichten erhalten. Das mag utopisch erscheinen, aber aufgrund des Klimawandels müssen wir uns auf eine solche Krise vorbereiten.

Stromausfälle: Eine solarbetriebene Uhr oder ein Solarradio mit AAA- oder wiederaufladbaren Batterien sorgt für Strom ohne Steckdose, während Sie Radiosender hören und herausfinden, was in der Außenwelt los ist. So müssen Sie bei einem Stromausfall ohne Fernseher und Smartphone auskommen, erhalten aber trotzdem Benachrichtigungen und Nachrichten über Ihr Uhrenradio.

Outdoor-Aktivitäten: Das Outdoor-Radio mit DAB/DAB- und AM/FM-Empfang, LED-Taschenlampe, Radio und SOS-Signal bietet alles, was Sie für Ausflüge in die Natur oder in den Garten brauchen. Digital Audio Broadcasting (DAB) ist besonders wichtig, da es eine größere Reichweite und bessere Klangqualität als AM/FM bietet.

Worauf Sie beim Kauf eines Notfallradios achten sollten!

Wir empfehlen Ihnen, ein solches Werkzeug oder ein Radio mit Messgerät nur für den Fall einer erneuten Krise beim Fachmann zu erwerben. Diese Aspekte sind wichtig:

Möglichkeiten zum Laden, wenn kein Strom vorhanden ist: Möchten Sie einen Radiowecker kaufen oder können Sie Solar- und Hausstrom nutzen? Es gibt auch Modelle, die mit externen Batterien betrieben werden.

Verfügbare Sendefrequenzen: Stellen Sie sicher, dass Ihr Sender nicht nur AM/FM-Frequenzen empfängt. DAB/DAB gewährleistet eine außergewöhnlich hohe Übertragungsqualität in Notsituationen. Weitere Funktionen: SOS-Funktion, LED-Licht und weitere Funktionen sind im unglücklichen Fall sehr nützlich, auch wenn der Preis für ein solches Gerät etwas höher ist. Reichweite: Je größer die Reichweite, desto zuverlässigere Informationen erhalten Sie mit Ihren Notfunkgeräten.

Von einer Leserin, die an dieser Krankheit erkrank ist, habe ich eine Reihe von Hörschutz Empfehlungen zusammen gestellt bekommen. Diese hat die Artikel getestet und mit mir das Ergebnis geteilt. Danke für die Produktempfehlungen.

 

Bollsen Gehörschutz Life+

Preis zwischen 20 – 22 Euro
Ergebnis
  •  Es gibt verschiedene Modelle
  • Sie lassen sich leicht tragen
  • Schützen vor etwas lauten Geräusche
Vorteile
  • Wasserfest, somit kann man damit auch baden
  • Plastikfrei
  • Modell mit Ohrmessung möglich
Nachteile
  • nicht gerade unauffällig

 

Eargrace Gehörschutz

Preis: ca.18 Euro
Ergebnis
  • Hintergrund und Musikgeräusche werden gut gedämmt
Vorteile
  • im Doppelpack erhältlich
  • man sieht sie kaum
  • man kann sich trotzdem gut unterhalten
  • günstig
Nachteile
  • für laute Umgebung nicht geeignet

 

 

Sony WH -1000XM4

Preis: 279,00 Euro
Ergebnis
  • Geeignet für laute Umgebung, da Geräusche sehr gut unterdrückt werden
  • Zusatzfunktionen sind gut
  • kabellos
Vorteile
  • dämmt sehr gut laute Geräusche
  • nicht so schwer ca.250 g
  • Musik wird angehalten wenn man spricht
Nachteile
  • Teuer in der Anschaffung
  • etwas unbequem

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Sprechen, Zuhören, Gespräche führen. Verbindung spüren. Sprache, ob gesprochen oder geschrieben, ist das zentrale Kommunikationsmittel unserer Welt. Es schafft Freunde, Freude und Verbindung, vermittelt Wissen und hilft uns, Bedürfnisse mitzuteilen. In einem fremden Land, ohne Sprachkenntnisse sind wir sprachlos, orientierungslos, oft hilflos. Was steht auf den Schildern, was wurde zu mir gesagt, wieso schauen mich nur alle an? Unsicherheit, Hilflosigkeit, Einsamkeit. Das Gefühl des nicht verstanden Werdens. Solche Gefühle und Situationen sind Menschen mit aktiver Verbalsprache im Alltag eher fremd. Noch vor der Entwicklung der eigentlichen Sprache handeln und kommunizieren wir intuitiv. Wir lächeln, wenn wir angelächelt werden, greifen Hände die uns gereicht werden, zeigen auf Dinge die wir haben möchten. Wir handeln reziprok, also wechselseitig, ohne darüber nachzudenken.

 

Es gibt Behinderungsbilder, die diese Entwicklung erschweren. Beispielsweise zeigen Kinder im Autismusspektrum seltener soziales Lächeln oder handeln reziprok, also wechselseitig. Kinder mit komplexen Behinderungen zeigen motorisch bedingt wenig Mimik oder haben Schwierigkeiten zu zeigen und angebotene Gegenstände zu greifen. Gehörlose Kinder bekommen keine Rückmeldung über ihre eigene Lautsprache stellen das babbeln und lallen, auch als Reaktion auf Ansprache ein. Wechselseitigkeit, wozu Mimik, reziprokes Handeln und die Lallphase gehören sind jedoch wichtige Bausteine der Sprachentwicklung. Diese können durch eine Behinderung beeinflusst werden.

 

In Deutschland leben, nach den Zahlen des statistischen Bundesamtes 7,8 Millionen Menschen mit einer eingetragenen Schwerbehinderung, das sind 9,4% der deutschen Bevölkerung. Über 300.000 Menschen in Deutschland haben eine eingetragene Behinderung der Sprache und des Sprechens.

 

Hierbei werden die Menschen, welche aufgrund anderer Behinderungen, wie beispielsweise einer körperlichen Behinderung, nicht oder nicht verständlich sprechen können, nicht berücksichtigt. Dabei treten Sprachstörungen häufig als Begleiterscheinung auf, unabhängig davon, ob die Person körperlich, geistig oder seelisch als behindert eingestuft wurde.

 

Hier gilt es, andere Möglichkeiten der Kommunikation zu finden und diese so barrierearm wie möglich zu gestalten.

Wie entwickelt sich Sprache?

Viele Modelle berücksichtigen rein die Entwicklung des Wortschatzes und der Grammatik. Umweltfaktoren oder vorsprachliche Entwicklungen werden meist außen vor gelassen. Schließt man diese Faktoren mit ein, bekommt man einen ganzheitlichen Blick auf die Sprach- und Kommunikationsentwicklung. Sehr anschaulich zeigt dies das Modell des Sprachbaums nach Wolfgang Wendland.

Hier sieht man, dass die Grundlage der Sprache in sensorischen Reizen und deren Verarbeitung liegt. Jeder sonderpädagogische Schwerpunkt ist als eine Wurzel aufgeführt, folglich wird Sprache durch jede Form der Behinderung potentiell beeinflusst.

 

–    Hören: durch das Hören kann die Umwelt mit ihren Lauten wahrgenommen werden. Sprache kann vernommen und nachgeahmt werden. Kinder nehmen nicht nur Sprache von anderen wahr, sondern auch die eigene und beginnen, die Möglichkeiten der eigenen Stimme durch Kreischen und Quietschen zu entdecken. Laute der Umgebung geben gerade im Kindesalter Sprachanlässe, wie beispielsweise das Martinshorn, der bellende Hund oder fahrende Autos. Werden die Laute der Umgebung nicht durch Hören wahrgenommen oder kann das Gehörte im Gehirn nicht verarbeitet werden, werden die Hörreize nicht gespiegelt und die verbale Sprachentwicklung setzt nicht ein.

 

–    Hirnreifung/geistige Fähigkeiten: Reize, die über die Sinne wahrgenommen werden, müssen im Gehirn weiter verarbeitet werden. Geschieht dies nicht, kommt zwar ein Ton im Ohr an, jedoch kann dieser vom Gehirn nicht verknüpft und interpretiert werden. Dies kann alle Sinne betreffen. Ist also die Hirnentwicklung durch eine angeborene oder auch erworbene Behinderung verzögert oder fehlen bestimmte Teile des Gehirns bzw. sind beschädigt, kann die Sprache beeinflusst werden. Ist das Sprachzentrum im Hirn betroffen, wie es bei Schlaganfällen vorkommen kann, verschwindet auch bereits erworbene Sprache wieder. Jeder Bereich im Gehirn hat einen Einfluss auf die Sprache, manche mehr und manche weniger.

 

–    Sehen: Die oben genannten Hörreize werden häufig auch gesehen. Wir verbinden also das Gehörte mit einem weiteren Sinneskanal und verbessern so die Speicherung und Repräsentation im Hirn. Gerade bei Gehörtem kann es hilfreich sein, Mundbilder zu erkennen und diese imitieren zu können. Auch ohne den Hörreiz kann ein Kind visuell Mundbilder sehen und spiegeln. So übt es seine vorsprachlichen mundmotorischen Fähigkeiten. Fehlt das Sehen, sind die Motorik und die Bildung des Wortschatzgedächtnisses beeinflusst.

 

–    Bewegung/Motorik: Das Bilden von Lauten erfordert bestimmte mundmotorische Fähigkeiten, welche sich nacheinander ausbilden. Einfache Laute, wie die Vokale, gelingen zuerst, während das Bilden komplexer  Laute, wie ein /k/, länger dauert. Eine falsche Aussprache in der Zeit des Lauterwerbs ist gehört zur Sprachentwicklung dazu und ist völlig normal. Um diese motorischen Fähigkeiten zu erlangen, trainieren Kinder schon von Klein auf ihre vorsprachlichen Fähigkeiten. Dazu zählen das Saugen, Schlucken, Kauen und auch die Atmung. Sind vorsprachliche Fähigkeiten verlangsamt oder beeinträchtigt, kann dies die Entwicklung der Sprache hemmen und beeinflussen, was sich, defizitär ausgedrückt, durch folgende Symptomatiken zeigt:

 

▪ Störung der Nahrungsaufnahme

 

▪ stark eingeschränkter Wortschatz

 

▪ stark eingeschränktes Sprachverständnis

 

▪ stereotyper Gebrauch sehr weniger und häufig unverständlicher Lautgebilde

 

▪ verwaschene, undeutliche Aussprache

 

▪ Dysgrammatismus

 

▪ Schwierigkeiten der Pragmatik wie das Verstehen von Ironie, Sprechen und Zuhören im Wechsel, Interpretieren von nonverbalen Signalen, uvm.

 

Auch das Tasten und Zeigen ist teil der Motorik. Die Zeigegeste ist eine der ersten Kommunikationsmittel, welche Kinder nutzen. Sie zeigen auf Dinge, die benannt werden sollen oder die sie haben wollen. Diese Dinge werden beispielsweise von den Eltern benannt.  So wird ein großer Teil des passiven Wortschatzes erlernt und auch erlebt, sodass Kommunikation einen Sinn hat. „Ich zeige auf etwas und bekomme es. Ich schiebe etwas weg und muss nicht damit spielen.” Ebenso wichtig in der Motorik und der Sprachentwicklung sind Nicken und Kopfschütteln als frühe Repräsentanten für Ja und Nein. Man sieht also: Motorik hat einen großen Einfluss auf die Sprachentwicklung.

 

– Sozial-emotional: das soziale Lächeln ist ein Teil des Erwerbs der Kommunikation, indem Kinder die Reziprozität, also Wechselseitigkeit in der Kommunikation, erkennen. Auf ein Lächeln wird mit Lächeln geantwortet. Diese Wechselseitigkeit zieht sich durch jede Phase der Kommunikation, denn ohne ein Gegenüber, welches meine Kommunikationsintention aufnimmt und interpretiert, kann Kommunikation nicht erfolgreich sein. Je öfter eine Kommunikationsintention nicht wahrgenommen und beantwortet wird, desto besser ist die Sprachentwicklung. Je weniger eine Kommunikationsintention nicht wahrgenommen und beantwortet wird, desto eher stagniert die Sprachentwicklung. Es gibt Menschen, die Emotionen wie Lächeln nicht erkennen oder interpretieren können. Es gibt auch Menschen die nicht Zeigen, keinen Blickkontakt halten und die Wechselseitigkeit der frühen Kommunikation nicht erlernen.

 

Für all diese Bereiche der frühen Sprachentwicklung ist ein Gegenüber notwendig, wie schon die Reziprozität zeigt. Doch ein Gegenüber an sich reicht für eine gelungene Sprachentwicklung nicht aus. Die Gießkanne des Modells zeigt, dass Blickkontakt von Nöten ist, Sprachanlässe sollten geschaffen und das Gesprochene, Gezeigte und Gelallte sollte aufgegriffen werden. Je mehr positive Verstärkung Kinder in der Sprache erhalten, desto besser.

Kommunikation mit Behinderung:

 

Kommunikation ist ein menschliches Grundbedürfnis, wir streben nach Zugehörigkeit und dem Gefühl des Verstanden werdens. Eben dieses muss auch Menschen mit Behinderung ermöglicht werden.

 

Kommunikation kann allerdings ohne Sprache erfolgen, was häufig im Alltag geschieht, nur sind wir uns darüber oft nicht bewusst. Ein Lächeln, die Arme verschränken, die Schultern hängen lassen, winken, gezieltes wegschauen, rot werden, unruhig sein. Mimik, Blickkontakt und Körperhaltung. All das sind nonverbale Signale, welche kommunikativ interpretiert werden können. Sie zeigen entweder unseren Willen der Kommunikation (winken), unsere Freude (lächeln) oder unser aktuelles Befinden (rot werden, unruhig sein, Schultern hängen lassen,…). Gerade einander vertraute Personen kommunizieren häufig nonverbal über Blicke und Berührungen.  Gestik unterstützt unsere Sprache, sie kann diese untermalen, Gesprochenes abblocken und Emotionen widerspiegeln. Gestik kann es sprachbeeinträchtigten Personen erleichtern, die Sprache zu verstehen und kann gleichzeitig auch einfache Sprache ersetzen. Über Babygebärden können Kinder, welche die Lautsprache noch nicht erworben haben, ihre Bedürfnisse ausdrücken.  Gestik kann weiterentwickelt werden und als Gebärdensystem komplexe Sprache untermalen und ersetzen. Man kennt diese Form der Kommunikation von gehörlosen Menschen. Gebärden wurden aber auch in abgewandelter und teils vereinfachter Form für Menschen mit komplexen Behinderungen entwickelt, so können Schlagwörter als Gebärden aneinandergereiht werden und ohne grammatische Formalien als einfache Sprache dienen. Schau doch mein Hände an und die GuK Gebärden sind Beispiele hierfür.

 

Gestik kann jedoch für Menschen mit komplexen körperlichen Behinderungen ebenso schwer zu erwerben, sein wie Sprache. Was dann?

 

Bildgestützte Kommunikation wird häufig im Bereich der körperlichen und geistigen Behinderung genutzt und kann in seiner Komplexität an jeden Entwicklungsstand angepasst werden.

 

Bilder von Gegenständen oder Handlungen werden hier dargeboten und ein Blick oder eine Geste darauf wird als Kommunikation wahrgenommen. Funktioniert diese Reaktion auf Bilder, wird für jede Situation im Alltag eine Auswahl an Bildern geschaffen mit Hilfe derer die Person kommunizieren kann. Um sich auch mit Anderen verständigen zu können wird langsam vom Bild weg hin zum Symbol oder Piktogramm gegangen. Hier gibt es einheitliche Systeme welche man ausdrucken kann (PECS, Boardmaker, Metacom), damit auch andere Personen, Schulen und Einrichtungen die dargestellten Symbole erkennen.

 

Um neben dem visuellen auch einen auditiven Kanal anzubieten, gibt es Geräte, in welche die Bilder gelegt werden und mit einer passenden Tonspur versehen werden können. So kann die kommunizierende Person das Bild antippen und es ertönt die passende Lautsprache. Auch diese Geräte gibt es in verschiedenen Stufen der Komplexität. Von nur einem Bild hin zu 32 Bildern.

 

Jede Situation, wie beispielsweise das Frühstück, wird so mit den passenden Bildern (Essensauswahl) versehen und die benutzende Person kann kommunizieren, was sie möchte.  Diese Art der Kommunikation kommt natürlich an Grenzen, da keine Grammatik vorhanden ist und für jede Situation die Bilder vorbereitet sein müssen. Ebenso lassen die Geräte nur zwischen 4 und 8 Situationen auf dem Speicher zu, neue Situationen können also nicht ohne weiteres aufgenommen werden.

 

Digitale Kommunikationsgeräte lösen dieses Problem. Sie haben als App Sprachprogramme (z.B. GoTalk, Metatalk,..) und lassen eine unbegrenzte Auswahl an Bildern zu, welche automatisch von Computerprogrammen ausgesprochen werden. Hier lässt sich die Komplexität erweitern und die Sprache von Bildern mit Einwortsätzen durch Hinzufügen grammatische Strukturen bis hin zu komplexer Sprache ausweiten. Diese Art der Kommunikation gibt auch Menschen mit Wahrnehmungsproblematiken und Problemen der Reizverarbeitung Kanäle, um zu kommunizieren. So können beispielsweise Menschen im Autismusspektrum oder mit seelischen Behinderungen Formen der Kommunikation finden, welche ihnen möglich sind.

 

Damit die Geräte auch barrierefrei angesteuert werden können, gibt es unzählige Möglichkeiten, diese zu bedienen. Von Tippen über Tasten und Augensteuerung bis hin zu speziell auf die kommunizierende Person angepasste Methoden wie der Ansteuerung durch einen einzigen Muskel in der Wange, wie es Stephen Hawking tat.

 

Kommunikation ist vielseitig, Kommunikation ist individuell, genauso sollte sie betrachtet, gelernt und gelehrt werden, um jeden daran teilhaben zu lassen.

 

Wendet euch an die jeweiligen Beratungsstellen und Fachstellen für Unterstützte Kommunikation falls ihr Hilfe benötigt.

 

 

Kurz und Kompakt Tipps zum Thema barrierefreier Urlaub

 

Die Packliste

 

✓ Personalausweis oder Reisepass

✓ Schwerbehindertenausweis

✓ Parkausweis

✓ Auslandskrankenversicherung

✓ Flugtauglichkeitsbescheinigung

✓ Medikamente – bei Betäubungsmittel muss eine ärztliche

Bescheinigung vorliegen

✓ Medikamente sollten in der Originalverpackung mitgeführt werden

✓ Flickzeug für den Rollstuhl

✓ Luftpumpe

✓ WD 40 Spray (bei uns schon vorgekommen das vom Salzwasser die

Vorderräder festgerostet waren)

✓ Verschleißteile (Kugellager, Schläuche) Einmalverbinder

Im Netzwerk findet Ihr außerdem weitere wertvolle Tipps!

Wie gestalte ich Beiträge barrierefrei auf Instagram, hier einige Tipps.

 

1. Auf die Sprache achten

✔ Kurze und einfache Sätze verwenden

✔ Schwierige Wörter, Fremdwörter und Abkürzungen vermeiden. Gegeben falls erläutern

✔ Sarkasmus und Ironie Kennzeichnen, besser natürlich vermeiden

✔ Nicht so viele Emojis verwenden

 

2. Bildbeschreibung

✔ Alternativtexte für Bildbeschreibung verwenden. Was ist auf dem Bild zu sehen?

✔ Dies umzusetzen, einfach die erweiterte Einstellung beim Verfassen von Beiträgen

✔ Blinde Menschen können sich den Text dann vorlesen lassen

 

3. Videos

✔ Untertitel mit einbauen

✔ Das ist mit Apps, Programmen oder direkt beim Hochladen mit der Funktion „Automatische Untertitel“ möglich

✔ Audiodeskription: Beschreibe im Video oder Text, was genau zu sehen ist

 

4. Hashtags

✔ Bei Hashtags die aus mehreren Wörtern besteht, jeweils den ersten Buchstaben großschreiben.

✔ So erkennen Geräte beim Vorlesen, dass es sich um getrennte Wörter handelt

✔ zB. #WirLebenInklusion