Vor 6 Jahren hat sich mein Leben durch einen Motorradunfall schlagartig geändert.
Aus Unerfahrenheit reagierte ich völlig falsch und bin meinem Kumpel hinten aufs Motorrad gefahren. Durch den Sturz brach ich mir den 4. Brustwirbel und bin seit dem, ab der Brust, komplett gelähmt.

In der Reha habe ich dann gelernt damit umzugehen und wurde auf mein neues, zum Glück selbstständiges, Leben vorbereitet.
1 Jahr nach der Reha begann ich wieder zu arbeiten, was auch eine Zeit lang gut ging. Doch nach weiteren 1,5 Jahren bekam ich starke Schmerzen im LWS Bereich und je länger ich sitze, desto schlimmer wird es. Leider sind die Schmerzen bis heute nicht wirklich kontrollierbar.

Es wurde auch während mehreren Krankenhausaufenthalten kein gutes Mittel dagegen gefunden. Von den Ärzten hört man immer nur: Neuropathische Schmerzen sind sehr schwer kontrollierbar.
Aber von den Schmerzen lasse ich mich nicht unter kriegen.

Ich versuche trotzdem so viel wie möglich zu unternehmen und nutze die „guten Tage“. Oft weiß ich schon, wenn ich das jetzt mache, liege ich die nächsten 3 Tage wieder flach, aber man kann ja nicht mir zu Hause rum gammeln. 😂
Zum Glück kann ich mich sehr gut selbst beschäftigen und mir wird eher selten langweilig.
Je nach Tagesform wird im Bett programmiert (kann leider nicht lange am Schreibtisch sitzen) , gezockt, Serien geschaut, Haushalt erledigt, Zeit mit meinem kleinen Patenkind verbracht, Instagram Content erstellt… Irgendwas steht immer an. 😊
Für die Zukunft wünsche ich mir einfach weniger Schmerzen. Das Sitzen im Rollstuhl ist an der Querschnittslähmung das kleinste Übel für mich, denn der ermöglicht es mir wieder mobil zu sein und am Leben teil zu haben.

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