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Hallo zusammen,

Ich bin Kerstin, 40 und das Gesicht hinter dem Account @KerstinMagSonne.

Nach einem dreimonatigen Ärztemarathon von Dez. bis März wegen mehrer geschwollener Lymphknote, Baldrianempfehlung und dem Ziehen eines Zahnes, hat meine Frauenärztin als einzige direkt reagiert und mich umgehend zur Stanzbiopsie geschickt. Schock-Verdachtsdiagnose: Lymphom von der abgef***testen Sorte. Überlebenschance 20%.

Das hat das Leben meiner Familie komplett auf den Kopf gestellt. Bis dahin habe ich das Monopol der Supermom gelebt. Immer am Limit. Immer funktioniert. Kann, schafft und macht alles! Warum? Vielleicht, weil ich dachte, es wäre meine Bestimmung – oder, weil ich dachte, damit allen Erwartungen zu erfüllen. Rückblickend stelle ich fest, dass ich mich auf diesem Weg verloren haben und zusätzlich meine Familie ungewollt ausgebremst habe. Nach der Verdachtsdiagnose ging alles schnell: Onkologe, Lymphknotenentnahme, CT, Knochenmarkspunktion und beim Fädenziehen feierte die Ärztin die gesicherte Diagnose: Hodgkin Lymphom mit sehr guter Heilungschance.

Die Chemo begann im April und endet am 17.7. offiziell. Mitte August werde ich wissen, ob noch bestrahlt werden muss, oder es direkt Richtung Reha/AHB gehen darf. Damit das Kind nicht mitbekommt, wenn ich in den Seilen hänge und ich mir keine Viren einfange, die die Therapie gefährden könnten, bin ich viel bei meinen Eltern, die direkt gegenüber wohnen. Der Gatte hat das Ruder übernehmen müssen. So musste ich nicht nur meine Haare lassen, sondern auch Kontrolle und Verantwortung in der Familie abgeben und er plötzlich ganz viel davon übernehmen. Gar nicht so einfach. Das hat auch mal gerappelt. ABER!

Wir haben allen sehr viel gelernt: über uns, unsere Stärken und Schwächen. Was wir wollen und können. Wir haben alle an Selbstbewusstsein gewonnen, uns selber neu kennengelernt. Wir entwickeln uns zu einem gleichberechtigten Familienteam. Und das ist wirklich großartig. Jetzt setze ich weiter alles daran, wieder gesund zu werden und freue mich auf unseren gemeinsamen Weg zur neuen Familienordnung.

Halten wir es hier also wie Bob der Baumeister: „Können wir das schaffen? – Yo, wir schaffen das!“ 🙂 und zwar gemeinsam!

Hallo, ich bin Steffi@steffil_krebsfrei, 39 Jahre und komme aus Dessau-Roßlau! Im Nov. 2019 ertastete ich zwei Knubbel in der linken Brust! Nikolaus 2019 kam dann die Diagnose TNBC! Für einen Moment dachte ich die Welt um mich herum steht still. Als ich die Praxis verließ erweckte ich den Kampfgeist und sagte mir die Dinger müssen wieder weg! Im Dez. erfolgten die ganzen Untersuchungen! Weihnachten 2019 war das emotionalste Weihnachten im meinen ganzen Leben bis her! Mein Junge schrieb mir einen Mutmacherbrief, der mein Herz tief berührte! Diesen hab ich mir eingerahmt und neben mein Bett gestellt. Wenn es mir schlecht ging lass ich ihn durch und gab mir dann immer neue Kraft! Im Januar 2020 wurde der Port gelegt und die Chemo (16Stück) waren es! Diese hab ich ganz gut verkraftet! Nebenwirkungen hielten sich in Grenzen! Im April 2020 kam dann das Ergebnis BRCA1! Somit hatte die OP auch geändert! Nicht mehr Brusterhaltend sondern bds. Masketomie mit Implantataufbau (Juli2020)!

Willi und Illy hab ich sie getauft und bin glücklich mit den beiden! Heute geht es mir gut, lebe bewusster und gesünder! Genieße jeden Tag! Während der Chemo halfen mir viel Spaziergänge, Freunde und Familie! Meine Ärzte machten mir auch ständig Mut! Was mir momentan noch fehlt sind meine Weiberabende, den letzten hatte ich vor meiner Diagnose! Deswegen hoffe ich das Corona bald verschwindet!