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Mein Name ist Nele Junghanns. Ich bin 47 Jahre alt und Mama einer vierjährigen Tochter mit einer Zerebralparese und dadurch schweren körperlichen Beeinträchtigungen. Aber in meinem Blog @anders_gluecklich.de erzähle lieber davon, was sie alles kann, als was sie alles nicht kann. Oder vielmehr: sie erzählt es selbst.

Der Blog möchte Außenstehenden die Sicht eines Kindes mit einer schweren Behinderung nahebringen, Berührungsängste abbauen und anderen Eltern und Angehörigen von „besonderen“ Kindern Mut machen, dass auch ein Kind mit einer schweren Behinderung glücklich sein und seinen Weg machen kann.

Ich wollte meiner nonverbalen Tochter eine Stimme verleihen und sie sichtbar machen, ohne jedoch Fotos von ihr zu veröffentlichen, daher begann ich sie zu zeichnen.

Meine Bilder und Texte kamen so gut an, dass ich inzwischen ein Kinderbuch geschrieben, illustriert und als Self Publisher veröffentlicht habe:

„Auf dem Spielplatz – Das Buch zum Blog anders_gluecklich.de“ von Nele Junghanns,
erhältlich als gebundene Ausgabe in A4 für 19,99 Euro oder als handliche Broschüre für 11,90 Euro bei renidere-verlag.de (Instagram: @renidere.verlag)

Es erzählt in vielen farbenfrohen Bildern, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne auf die Tränendrüse zu drücken, wie ein ganz normaler Besuch auf dem Spielplatz für die kleine Marie aussieht und wie ihr kleiner Hund Merlin, der ihr jeden Wunsch von den Augen abliest, ihr Ben herbeiholt, der allmählich seine Unsicherheit verliert und versteht, dass Marie sehr wohl was sagen kann, auch wenn sie nicht spricht.

Es ist eine schöne, beinahe märchenhafte Geschichte für Kinder ab 4 mit und ohne Behinderung und erklärt in wenigen einfachen Worten, was mit Marie los ist und warum sie durch einen Schlauch im Bauch isst, ohne mit zu vielen Details zu überfordern.

Und ich hoffe, dass es dazu beiträgt, dass dieses Märchen Inklusion immer öfter wahr wird!

 

Ich bin Anika und bin  Zwillingsmama von Frühchen. Die beiden kamen in der 29SSW mit KS. Nach nur sechs! Wochen durfte ich beide mit 1800g mit nach Hause nehmen, ohne jegliches Monitoring. Ich bemerkte schnell das die beiden geregelte Abläufe bevorzugen. Das äußerte sich in unstillbares schreien. Obwohl jegliches scheinbares Bedürfnis gestillt oder befriedigt war. Ich rede jetzt nicht von satt und sauber. Nein kuscheln, nähe etc. Tragen doof, kuscheln doof… nur im Kinderwagen war die Welt – ruhig. Wenn ich durch die Stadt mit dem Wagen zuckelte sah ich mit Neid auf die anderen Mamas die sichtlich entspannt mit ihren Nachwuchs im Café saßen. Mit meinen beiden undenkbar. Mehr als ein Termin oder was unplanmäßiges warf uns Meilen zurück. Es dauerte bis zu 14 Tage bis alles wieder mehr oder weniger normal lief.  Am Anfang wurde ich damit abgefertigt das sind 3-monatskoliken oder wenn du entspannt bist sind es auch die Kinder. Ein Schlag mitten ins Gesicht und in das ohnehin schon zweifelnde Mutterhirn. Ich sah mich ab und an in sozialen Netzwerken um und ich las hier das es einigen anderen auch so wie uns geht. Da bin ich das erste Mal auf Regulationsstörung, Highneed oder hochsensibel gestoßen. Es passte einiges aber halt nicht alles. Aber es half mir mit der gesamten Situation besser umzugehen. Wir fanden unseren Rhythmus. Es ist jetzt mit fünf Lebensjahren vieles anders und auch besser.