Nach einer ambulanten Magenspiegelung wurde ich am 17.11.2020 stationär für weitere Diagnostik aufgenommen. Nach dem CT am Aufnahmetag hat mich der Chefarzt der Radiologie informiert, dass der Befund in der Bildgebung unauffällig ist. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Froh gestimmt habe ich meine Frau und meine Eltern angerufen. Alle waren erleichtert.

 

Um 18:30 kam der Stationsarzt und klärte mich über die weiteren Untersuchungen (Sonografie der Leber und erneute Magenspiegelung mit einer Sonde) auf. Am Ende setze er sich und begann mit den Worten „… ich habe keine guten Nachrichten für Sie“. Er erläuterte mir verständlich und ruhig, was genau die Diagnose ist: Adenokarzinom in der Speiseröhre. Die Biopsien der ambulanten Spiegelung waren befallen. Chemotherapie und dann Zwei-Höhlen-Operation (Thorax und Abdomen mit Teilresektion des Magens und der Speiseröhre). Aufgrund meines Alters und meiner guten physischen Verfassung sei die Prognose für die OP positiv. Den weiteren Verlauf kann man jetzt noch nicht beurteilen. In diesem Moment brach für mich alles zusammen. Just vor dem Gespräch hatte ich noch mit meinen beiden süßen Kindern ein FaceTime Telefonat.

 

Am schwersten ist mir das Telefonat mit meiner Frau gefallen. Diese sitzt mit beiden Kindern alleine zu Hause. Ihr verzweifeltes „nein, nein, nein“ werde ich nie vergessen.

 

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